7
Mai
2007

Kakerlaken, Katzen und Krawattenzwänge können das Heranwachsen einer neuen HochZeit nicht mehr aufhalten

Mit Massen-Baby-Stillen ins Buch der Rekorde
(3.5.2007)

An die zehntausend philippinische Mütter versammelten sich letzten Mittwoch in Krankenhäusern, Beratungsstätten, Parks, auf Märkten und Umschlagplätzen, um ihre Babys zu stillen.

Sinn und Zweck des Massenstillens war es, das Bewußtsein für die Ernährung durch die Brust zu erhöhen, und gleichzeitig ins Guinness-Buch der Rekorde zu gelangen.

Nur 16 Prozent von philippinischen Müttern säugten ihre Kleinkinder. "Die Brusternährung ist unter Philippinos im Abnehmen begriffen," sagte ein Wortführer für Unicef auf einem Basketball-Spielfeld, auf dem über 1000 Mütter ihre Babys stillten.

Betrunkener Bräutigam und dessen Bruder vertauschten die Rollen
(3.5.2007)

In einem ostindischen Dorf warteten und warteten die Hochzeitsgäste auf den Bräutigam, der gar allzu viele Ermutigungsdrinks zu sich genommen hatte. Die Hochzeitsgäste, die sich zu helfen wußten, beschlossen, daß
der etwas weniger betrunkene Bruder des im Voll-Rausch lallenden Bräutigams heiraten solle.

Der Bruder hatte denn nichts gegen die Änderung der vorgesehenen Planes einzuwenden und schloss hurtig mit der Teenager-Braut die Ehe ab.

Als der ursprüngliche Bräutigam von seinem Rausch wieder zu sich gekommen war, bat er für sein Betragen um Verzeihung. Er bereute es auch sehr, daß Kenntnis von seiner Blamage sich in der Welt verbreitet hatte,
und die Punkte des Mannes auf der Heiratsbörse sind nicht gerade angestiegen.

Malaysias Ärzte wollen sich ihrer Halsanhängsel befreien
(3.5.2007)

Malaysische Ärzte sind es satt, am Hals Zeugs herumhängen zu haben. Nicht das Stetoskop ist es, was das Unbehagen auslöst, sondern die Krawatte. Malaysias Ärztevereinigung hat deshalb das Gesundheitsministerium gebeten, die Regelung zu kippen, die Ärzten vorschreibt, auf
Krankenhausrundgangen eine Krawatte zu tragen.

Nach Ansicht der krawatten-phobischen Ärzte könne das am Hals hängende Stück Stoff für die Patienten ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Laut Begründungen der Ärzte werden Krawatten nicht gerade oft gewaschen und es könnten sich also an den Halsanhängseln Bakterien befinden, die bei Patienten Entzündungen hervorrufen.

Das Gesundheitsministerium wies das Gesuch ab. Nach Ansicht des Ministeriums hätten die Ärzte ihre Würde zu bewahren und sich entsprechend zu kleiden.

Kakerlaken als Einnahmequelle
(4.5.2007)

Wer schnell mal zu Kleingeld kommen will, dem lohnte es sich jetzt, sich auf Kakerlakenjagd zu begeben. Ein Museum in Houston von Texas, das eine Insekten-Schau aufbauen möchte, hat es nämlich in Aussicht gestellt, pro Kakerlake 25 Dollarcent zu bezahlen.

Das Museum wünscht sich eintausend amerikanische Schaben, die, ausgewachsen, eine Große von zwei Zoll erreichen können, und auch des Fliegens mächtig sind, erzählte der Insektenwissenschaftler Laurie Pierrel vom
naturkundlichen Museum von Houston.

Die Kakerlaken kommen als Bestandteil einer Schau, mittels derer versucht wird, das Image des Ekel erregenden Kleingetiers aufzupolieren. "Wir haben es hier mit Zersetzern zu tun, etwa wie bei der Wiederaufbereitung," sagte Pierrel. "Wenn es bei uns keine Kakerlaken gäbe,
wäre noch viel mehr Müll in der Umwelt."

Laut dem Insektenwissenschaftler ist die Schmutzigkeit der Kakerlaken ein unfairer Mythos. "Sie sind besonders reinlich wie Katzen. -- Sie sind den ganzen Tag über damit beschäftigt, sich zu putzen."

Pierrel beabsichtigt, an den kommenden drei Samstagen vor dem Museum auf Kakerlaken-Händler zu warten.

Eine furchterregende Katze vertrieb die Post
(5.5.2007)

Die Post von Kanada hat die Briefzustellung aufgrund des "bedrohlichen Verhaltens einer Katze" für ein bestimmtes Haus eingestellt.

Das Postamt ist gemäß der Zeitung Winnipeg Free Press um die Sicherheit seines Personals besorgt. Die Behörde hofft jedoch, daß man mit dem Hausherrn der Katze John Samborski eine Kompromisslösung findet.

"Der Briefträger ist auf einem Hof auf dem Lande aufgewachsen und ist an Tiere gewohnt," sagte der Informant der Post Kathi Neal dem Blatt.

"Die Katze ist anscheinend besonders bedrohlich," schätzte es Neal ein.

Laut Samborski wurden der achtjährigen Katze Shadow die Krallen entfernt. Samborski beschrieb die Katze als friedlich, so daß es "lächerlich" wäre, wegen ihr seine Briefe vom Postamt selbst abholen zu müssen.

"Selbst wenn eine Bombe hochgehen sollte, würde die Katze nur ihren Augenschlitz leicht aufmachen, kurz blicken und dann ihren Schlaf fortsetzen," verteidigte Samborski seine Katze.

(sämtliche Artikel aus dem Finnischen übersetzt)

6
Mai
2007

In Finnland wurde für den indischen Hanf aufmarschiert - auf daß eine neue Zeit endlich hereinbreche

Teilnehmer an Hanf-Märschen forderten die Legalisierung von Kannabis

In verschiedenen Teilen Finnlands wurde am Samstag, dem 5.5.2007, für
die Legalisierung des
Heranziehens von Kannabis-Pflanzen zu Hause und des
Gebrauchs von Kannabis marschiert. Sogenannte Hanf-Märsche waren in
sechs Städten organisiert worden.

In Helsinki nahmen laut Polizei 300 Menschen an dem Marsch teil. Die
Demonstranten setzten sich vom Hesperia-Park aus in Bewegung, wo der
Marsch auch endete. Gemäß der Polizei verlief die Demonstration friedlich.

Auch der in Oulu organisierte Hanf-Marsch verlief laut Polizeiangaben
friedlich. Es nahmen dort an die dreißig Personen an dem Marsch teil.
Der größte Teil der Marschteilnehmer waren Jugendliche in einem Alter um
die Zwanzig herum.

In Oulu wurde der Hanf-Marsch in der Stadtmitte abgehalten, an der
Rotuarie.

(die Zeitung Helsingin Sanomat hat zu den Hanf-Märschen ein
Diskussions-Forum
für ihre Leser eröffnet, auf dem sich am Abend, nachdem die
Märsche vorbei waren, eine hitzige Debatte entwickelte, die ein Spiegelbild
der Gesellschaft vorstellt. Hier im folgenden der Reihe nach die ersten
Beiträge zu dem Thema, übersetzt aus dem Finnischen)

Hinweg mit der doofen Angst wegen Hanf
Joonas Kaura
(5.5.2007 17:10)

Der nächste Schritt in der Fortführung der Rauschmittelpolitik könnte
sehr wohl die Legalisierung von Kannabis sein. Das Rauchen gestaltet
sich immer schwieriger und recht so, auch die Alkoholsteuer wird
hoffentlich bald auf ein vernünftigeres Niveau wieder gebracht werden, damit die
Gesellschaft mehr Mittel zur Abwendung von Schäden und für Versorgungen
zur Verfügung hätte.
Dann könnte man auch eine etwas gesündere Alternative anbieten:
Kannabis. Lange Zeit hat man mit den wildesten Gefahren den Menschen davor
Angst gemacht und man hat es als als eine gefährliche Droge hingestellt,
vergleichbar mit Heroin und Amphetamin. Jedoch handelt es sich dabei um
das sicherste Rauschmittel unter denen, die traditionell überall auf
der Welt zur Anwendung gekommen waren, und die Furcht vor dem Hanf des
20. Jahrhunderts darf zu den Absonderlichkeiten der Geschichte abgelegt
werden.
Nein zu Nikotinnabhängigkeit und Alkoholismus, nein zu aggressiven
Trunkenbolden und zu Lungenkrebs.
Ein Willkommen dem Hanf!

Die Kunst des Gewährenlassens der Polizei?
Marschierer
(5.5.2007 17:18)

In der Stadt Oulu waren um die 100 Marschteilnehmer mit dabei. Die
Polizei aber war trotz der Ankündigungen nicht am Ort erschienen, um den
Umzug anzuführen.

Wie steht's um die Besteuerung von Hanf? Es kann doch der Staat auf
keine Weise

steuerfreies Kannabis akzeptieren
(5.5.2007 17:43)

Überlege mal, was passieren würde, wenn man vom Konsum des besteuerten
Alkohols übergehen würde zum Konsum von steuerfreiem Kannabis. Der
Wohlfahrtsstaat dürfte wohl dabei in sich zusammenbrechen.

Gar sehr sonderbar
Captain Beef
(5.5.2007 17:46)

Ich war der Annahme, auf der Diskussionsseite der Nachrichten Dutzende
von Unterstützer einer verunglimpfenden und aufgeschreckt kreischenden
doppelten Moral zu finden, die jeden schmutzigen Hippie und jedes zu
den Füchsen gegangene Mädel nach Sibirien schicken, oder wenigstens
hinter Schloß und Riegel bringen würden. Könnte es doch endlich so sein, daß
die Menschen zu guter Letzt nach dem öffentlichen Herumpissen der 60er
Jahre Lust darauf bekommen haben, ihre Dinge selbst in den Griff zu
nehmen, und Protokolle wie den Forschungsbericht der WHO entdeckt haben,
die von den Dingen eine ganz andere Darstellung geben als was das
Fernsehen, oder was der prima Onkel von der Kirche in der
Drogenaufklärungsstunde in der Schule von sich gibt. Man sollte annehmen, daß auch die Bürger, die sich nicht um Kannabis kümmern, endlich darauf reagieren, daß
das System sie zeit ihres Lebens systematisch und arglistig belogen
hatte.

Hanf-Elfen
Lapponia
(5.5.2007 17:15)

Warum man nicht die Märsche dieser Hanf-Elfen einfach verbietet und
unter Strafe stellt?! Das Fettgewebe des Hirns hat sich bei den
Kiff-Säcken schon in nichts aufgelöst, da sie ja mit aller Gewalt aus sich
Idioten machen. Eine solche Veranstaltung ist direkt schon eine Anstachelung
zum Verbrechen.

heh
4:20
(5.5.2007 18:12)

So so also, das einzige Problem dabei wäre, daß der gesetzeshörige
Alkohol trinkende Bürger sich mit jedem einzelnen Drink, den er sich
leistet, sein Gehirn aufweicht, mit Hanf jedoch das Gehirn von der Struktur
her aber gleich erhalten bleibt. König Alkohol verursacht, wenn
großzügiger genossen, eine physische und psychische Abhängigkeit, auf dessen
toxische Starke die Möglichkeit, daß man allein an den Entzugssymptomen
schon sterben kann, hinweist. Der Hanf mag vielleicht gerade mal eine
psychische Abhängigkeit schaffen (genauso wie dies auch ein aktives
Sex-Leben zum Beispiel tut).

Na, wenn das nun mal nicht wieder so ein blauäugiger Mann aus dem Volke gewesen ist, der sich in seinem Windmantel selbst zum Idioten macht, was für einer wäre es wohl sonst.

P.s Erwiesenermaßen zehrt es weniger an den naturgegebenen Kräften des
Menschen, wenn man mit seiner Meinung bis zum Schluß durchhält (sollten
einem auch zwischendurch Zweifel ins Unterbewußtsein kommen, ob man mit
seiner Anschauung auch richtig liegt, dir bestimmt auch schon passiert),
als wenn man sich eingestehen muß, daß man sein ganzes Leben in einer
Lüge zugebracht hat.

Die Starke im Innern, die leeren Flaschen und die zerbrochenen Familien
(nach einem bekannten Refrain aus einem finnischen Rock-Song) werden
auch dich einholen, da wo du was zu sagen haben magst.


Was hat da was aufgeweicht?
Sakke
(5.5.2007 18:15)

Was ist das eigentlich für ein Aufweichungsmittel? Ist doch nicht etwa
irgend so ein auf Ethanol basierendes Nervengift, das gewaltigen
Schaden anrichten kann?

roelli
roelli
(5.5.2007 18.39)

Die da glauben bestimmt auch noch, sie würden was erreichen mit ihren
Märschen. Zum Glück wird das nicht der Fall sein!

Ein Dank den Marschteilnehmern
Marschierer
(5.5.2007 19.12)

Ein großes Dankeschön an die Marschteilnehmer. Es war viel Volk
unterwegs und während des ganzen Marsches herrschte angenehm sonniges Wetter,
zumindest hier in Helsinki und Umgebung. Nächstes Jahr geht's auf die
Messe und mit noch größerem Aufgebot.

Der Hanf verlangsamt das Gehirn
Skarppi
(5.5.2007 19.35)

Natürlich gibt es auch bei uns an der Schule diese Kiffer-Typen, mir
ist aber aufgefallen, daß bei denen kein umwerfend gutes Gedächtnis und
sonstige entsprechende Gehirnleistung und Lernfähigkeit zu sehen ist.
Und ein großer Teil von den anderen Menschen geht sich doch auch an den
Wochenenden besaufen, und doch spielt ihr Denken ihnen unter der Woche
gut mit. Und den Kifflern sieht man's doch an, daß es sie nicht so
richtig interessiert, sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern, das
wichtigste ist ihnen, herumzuhängen und zu kiffen.
Als nächstes sollte man dann womöglich LSD freigeben, so daß noch mehr
kreative und interessante Menschen dazu kommen. Es gibt gewiß bei uns
auch so schon genügend Gifte!

Jawohl, ja
jami
(5.5.2007 19.36)

darf man doch Alkohol auch selber herstellen und Tabak anbauen. wenn
man Laborgeräte und die Leute in den weißen Mänteln braucht, erst dann
ist man bei den richtig illegalen Umtrieben angelangt. Der Natur beste
Medizin ist der "grüne Daumen".

Wo bleibt die Polizei
Ungesetzlichkeiten
(5.5.2007 19.37)

Warum macht die Polizei nichts? Unterstützen eine illegale Substanz und
stacheln zu kriminellem Handeln an!

Die "Nutzlosigkeit" des Drogendiskurses
Moorcock
(5.5.2007 19.41)

Eine dringlichere Angelegenheit, zu der die Beschlußfassenden aufwachen
sollten, ist der Verkauf des schädlichsten Giftes der Gesellschaft, von
reinem Flaschenbranntwein, welchen man an erster Stelle verbieten
sollte und jeglichen Ausschank in den Bereich von Verhältnissen, die genau
von der Gesellschaft überwacht werden, überführt werden, also in
spezielle Restaurants und Cafés, auf der Grundlage von volksgesundheitlichen
und kriminalpolitischen Gründen. Gleichzeitig sollte man den
Kannabis-Diskurs unverzüglich auf eine Mannerheim-Kategorie hinüberschaffen, also
auf eine Kategorie von Angelegenheiten, worüber öffentlich zu schreiben
verwerflich ist und worüber man offiziell einer Meinung sein soll. Auf
der Grundlage von von Jesuspredigern, von Mitgliedern der
Zentrumspartei und von den Scheinheiligen angeführten Gründen.

Kannabis
Alkohol genügt
(5.5.2007 20:16)

Man darf keinerlei Rauschgift legal zulassen, es gibt auch so schon zum
gegenwärtigen Zeitpunkt genügend Rauschgift-Tölpel. Sollen doch solche
Menschen in die Länder auswandern, in denen sie sich, bis daß sie davor
platzen, mit Drogen vollpumpen können. Finnland sollte sich in der
Beziehung als säuberer erhalten. Denn es läßt sich keine Grenze ziehen
zwischen leichten und stärkeren Drogen, beides läuft auf eines hinaus.

Verschafft Euch Klarheit über die Dinge
Captain Beef
(5.5.2005 20.26)

Es werden hier also nun allerhand falsche Überzeugungen und falsche
Fakten wiederholt vorgetragen, was deutlich anzeigt, daß diejenigen, die
solches schreiben, von den Dingen keinen blassen Schimmer Ahnung haben,
aber trotzdem darüber schreiben, als handelte es sich um Tatsachen -
meiner Meinung nach ein ärgerlicher Zustand.

Ein paar Dinge zur Aufklärung:

1) Der Zweck des Hanf-Marsches ist, den Gebrauch von Kannabis und dessen Anpflanzen zuhause erlaubt zu bekommen. Es steckt keineswegs eine Absicht dahinter, Menschen dazu anzuleiten, es zu gebrauchen.

2) Kannabis ist gegenüber Tabak und Alkohol ein wesentlich unschädlicheres Rauschmittel, wenn auch natürlich nicht gefahrenlos, da es ein solches Rauschmittel nicht gibt.

3) Die Illegalität von Kannabis ermöglicht der organisierten Kriminalität jährlich eine löhnende Finanzierung. Diese Gelder könnten viel besser in Form von Steuergeldern in die Kasse des Staates gehen - bedenkt dies einmal!

4) Kannabis verursacht, wenn man es nur zum Zeitvertreib nimmt, genausowenig jenes berühmt-berüchtigte Phlegmatisch-Werden, als daß Alkohol die Symptome des Alkoholismus in jemandem erzeugt, wenn er nur zum Zeitvertreib getrunken wird.

5) Der sogenannte Krieg gegen die Drogen wurde für eines der unrentabelsten politischen Projekte des 20. Jahrhunderts befunden. Trotzdem werden jährlich unvorstellbare Summen von Geld dafür aufgewendet. Wessen Vorteil ist es, laufend mehr Geld für ein Projekt zu verschwenden, das keinerlei bemerkenswerten Erfolg gezeitigt hat, außer den, daß die Preise der Drogen im Straßenverkauf in die Höhe gestiegen sind, womit die organisierte Kriminalität wieder der einzige Gewinner wäre. Völlig unvernünftig.

6) Menschen nehmen Rauschmittel zu sich. Da kommt man nicht darüber hinweg, dies ist eines der wenigen, unter allen Menschen zu beobachtenden Phänomene. Keines der gesetzlichen Verbote im 20. Jahrhundert hat meines Wissens funktioniert. Alle, die ihre Geschichtsbücher gelesen haben, wissen, was sich in Amerika und in Finnland zur Zeit des Alkohol-Prohibitionsgesetzes ereignet hat - die Nachfrage stieg an, die Preise kletterten in die Höhe und der Verbrauch sprang bis an die Decke hoch. Als das gesetzliche Verbot aufgehoben war, setzte ein gegenläufiges Phänomen ein. Das gleiche Phänomen wurde in den Niederlanden im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Kannabis beobachtet.

7) Da die Menschen nun einmal Rauschmittel verwenden, ist es zum Vorteil eines jeden - des Benutzers wie des Nicht-Benutzers -, daß das Rauschmittel geprüft und für "rein" befunden wird. Beziehungsweise, daß es ausschließlich und einzig auch das ist, als was es angepriesen wird.


Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, aber dies dürften so ziemlich
die Hauptpunkte sein.

Aber ja, wäre das nicht einfach entsetzlich, wenn...
R & R
(5.5.2007 20:35)

Warum macht die Polizei nichts? Unterstützen eine illegale Substanz und
stacheln zu kriminellem Handeln an.
Die Menschen würden sich, wenn sie weiche Mittel nähmen, nicht mehr
prügeln, an der Straße entlang pissen, morden, sich erbrechen,
herumkrakeelen oder sonst irgendwie ausgelassen sein. Das aber wäre nun ein
Urteilsspruch für diese Gesellschaft! Bei 70 % der Gewaltverbrechen ist
Alkohol mit dabei im Spiel. 3'500 sterben jährlich an Alkohol. Betrunkene am
Steuer gibt es mehr als, daß jemand sie zu zählen fertigbrächte. Von
den tödlichen Zusammenstößen über ein Drittel ereignet sich im
schwerenötigen Suff. Was geht uns das an, daß niemand bis auf den heutigen Tag
noch nie an jenem fürchterlichen Rauschmittel je gestorben ist. Oder daß
es vom Standpunkt der Gesellschaft oder des Benutzers her harmlos wäre,
egal mit welcher Substanz man es vergliche. Denn was schon machen
medizinwissenschaftliche Fakten aus, wo wir doch Querulantentum und
Vorurteile anzubieten haben. Es soll gut sein, das Kannabis illegal ist! Nur
schnell ins Kittchen mit all denen, die jenes geheiligte Gesetz je verändern
wollen. Weil das nicht in einem Gesetz festgeschrieben worden wäre,
wenn es keine geheiligte Angelegenheit wäre. Ganz genauso wie die
Frauenrechte oder die falschen politischen Anschauungen. Oder ganz im allgemeinen
etwas, was in den kleinen Kopf eines elementären Strebergeist nicht
hineinpaßt. Für uns gibt es auch keine besondere Freiheiten, wofür also
würden wir diese hier dann brauchen. Weil man doch sicherlich dem
Mitmenschen ein Recht hat zu sagen, was er sich selber antun darf und was
nicht. Weil nämlich der Gesellschaft die physische Kondition des einzelnen
gehört. Diese ist mir nur leihweise anheimgegeben. Wenn einem dieses
Spiel keinen Spaß macht, so kann man es zurückbringen und abgeben, indem
man sich einen Nylon-Strick kauft. Falls einem die Idee nicht auf
Anhieb behaglich ist, dann wird derjenige eben ruhiggestellt und ihm zum
Absitzen verholfen, indem man ihm die Arbeit nimmt, ihn ins Gefängnis
sperrt und man sein Eigentum beschlagnahmt. Bei diesen Aussichten wird die
Lösung mit dem Nylon-Strick oder wenigstens dann der Alkoholismus schon
durchaus als eine gute Entscheidung erscheinen und das Gerauche von dem
Highmacher-Kraut ein Ende nehmen.
Da wir alle genetisch und vom geistigen her genau gleich sind (100 %,
wenn nicht sogar darüber) so tun's für uns auch die gleichen
Rauschmittel.. Da Teppo, der Dippel, weiß, daß Teppo schlägert, wenn er besoffen
ist, so darf Teppo entweder seine Geldbußen bezahlen, oder im Bau
sitzen, aber Teppo darf zum Teufel keine solchen Rauschmittel verwenden, die
ihn nicht aggressiv machen. Es fehlt dann etwas. Sollen sie mit der
Bibel in der Hand auf der Straße zu lachen anfangen, wenn einem der
Alkohol nicht paßt. Dieser ist es, was wir wollen, und also ist es recht so.
Von wegen Rechte, Gleichberechtigung und auch noch Freiheiten. Das ist
dieses Gesabbel der Hippies des linken, grünen Lagers. Zum Glück gibt
es bei uns hier diese (sehr ambitionierten, klatsch, klatsch)
Moralwächter, so daß wir uns denjenigen sofort zu merken wissen, der es wagt,
änderer Meinung zu sein, und besonders wenn er es wagt, ein geheiligtes
Gesetz in Frage zu stellen.

Eine Demonstration strafbar?
Marschierer1
(5.5.2007 20:36)

"Warum macht die Polizei nichts? Unterstützen eine illegale Substanz
und stacheln zu kriminellem Handeln an."
Die Aufgabe der Polizei ist es, ein sicheres Gelingen der
Demonstration/des Marsches zu sichern. Könnte man doch genauso gut
dieses Forum schließen, da man auch hier seine Meinung kundtun und doofe Gesetze in
Frage stellen kann. Meiner Meinung nach sollte nichts ohne eine gute
Begründung verboten sein. Für das Verbotsgesetz für Kannabis gibt es keine
gute Begründung.

Es war doch schön, damals zu leben
Oma aus Tapiola
(5.5.2007 21:00)

Sagten meine Kinder: "Da es eben in deiner Jugend keinen Alkohol gab,
von Drogen ganz zu schweigen." Natürlich gab es Spirituosen und Tabak.
Das wurde nur recht versteckt gemacht. Nun ist Kannabis in den
Vordergrund getreten. Die Jugend setzt sich für dessen Gebrauch ein. Irgendwie
muß man ja einen in die Birne kriegen. Das war schon immer so. Kannabis
mag an und für sich gefahrlos sein, aber es kann ein Weg sein zu
anderen Drogen, deshalb ist damit vorsichtig umzugehen.

4
Mai
2007

Was ein einzelner Mensch tun kann, um die Welt zu verändern

Die zarte Revolution Indiens

(ein Beitrag der Serie Wortreihen des Ersten Finnischen Rundfunks YLE von Tapio Tamminen vom 7.3.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Es wurde zu Ende des letzten Jahres in Indien ein Buch von Ela R. Bhatt mit dem Titel 'Wir sind arm, aber wir sind so viele (Die Geschichte von selbst-angestellten Frauen in Indien)' veröffentlicht. Dieses erzählt von SEWA, dem Berufsverband von selbstständigen Frauen, welcher in stattlichen drei Jahrzehnten zu einem beträchtlichen Einfluß-Faktor in Indien angewachsen ist.

Die Begründerin von SEWA Ela Bhatt hat in den letzten Jahren zahlreiche internationale Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten. Die Universität von Harvard und von Yale hat sie zum Ehrendoktor ernannt. Die als zarte Revolutionärin betitelte Bhatt wird als eine der bemerkenswertesten Figuren der Welt angesehen, die das Kleinunternehmertum vorangetrieben haben. Ihr Lebenswerk ist mit dem des im letzten Herbst mit dem Friedens-Nobel-Preis ausgezeichneten Mohammed Yunus verglichen worden.

Bhatt ist ein ermutigendes Beispiel davon, was ein einzelner Mensch tun kann, um die Welt zu verändern. Am Anfang waren es eine Handvoll anderer Frauen, die sich für ihre Idee von einer Frauenberufsvereinigung begeistern konnten. Mit den Jahren hat sich jedoch ein Netzwerk von 700'000 Menschen herausgebildet, welches gegenwärtig auch weltweit seinen Einfluß ausübt. Als wichtigste Zielgruppe von SEWA gelten die zu Hause arbeitenden Frauen, welche über die Hälfte von allen Lohnarbeit verrichtenden indischen Frauen stellen. Die erbrachten Arbeiten sind von verschiedener Natur, von herkömmlicher Handarbeit und Teppichflechten bis zum Zusammensetzen von Komponenten für Computer und Handy-Phones.

Aber wie fing alles an? Ela Bhatt erzählt folgendes von ihrer Entwicklung zum Nationalaktivisten im Zentrum der indischen Textilindustrie in Ahmedabad:

"Ich hatte gerade an der Uni abgeschlossen, im Jahre 1955, als mir die Stelle der jüngeren Rechtsanwältin im Textil-Arbeiter-Bund angeboten wurde. Dieser wurde dann zu meiner eigentlichen Uni. Meine ersten Wochen in dem von Männern beherrschten Arbeitsrecht waren nervenaufreibend. Selbst die geringsten Bemerkungen über meine Kleider oder über mein Kleinsein brachten mich aus meiner Fassung und ich fing zu stänkern an.

Ich bewunderte in fast allem Mahatma Gandhi, welcher den Textil-Arbeiter-Bund über drei Jahrzehnte davor gegründet hatte. Seine Ideen von einer einfachen Lebensart und von Gewaltlosigkeit sprachen meinen jungen Geist an.

Zu Ende der 1960er Jahre begann die Textilindustrie in Ahmedabad jedoch so langsam dahinzuwelken. Tausende von Beschäftigten wurden arbeitslos. Wenn ich in Familien zu Besuch war, fiel mir auf, daß ihr wirtschaftliches Auskommen auf die Arbeit der Frauen gestellt war. Während die Männer dafür kämpften, daß ihre Fabriken wieder aufmachten, müßten die Frauen den Lebensunterhalt für die Familie beschaffen gehen. Sie verkauften Obst und Gemüse auf der Straße, verrichteten auf dem Markt Arbeiten auf Bestellung oder suchten auf Wegen und Abfallplätzen nach Gegenständen, die wiederverwertet werden könnten. Damals sah ich es zum erstenmal, was es heißt, selbst sich zu beschäftigen auf einem nicht-offiziellen Markt - ausserhalb aller Arbeitsgesetze und Regelungen der Gesellschaft.

Als ich mir diese hart arbeitenden Frauen anschaute, erwachte in mir der starke Wunsch, etwas zu unternehmen. Der offizielle Arbeiterverband wollte ihnen nicht helfen. Als ich im Jahre 1969 von meiner Studienreise zu israelischen Kibbutzen zurückkehrte, wusste ich, was ich tun sollte: ich würde für Frauen, die in einer inoffiziellen Markttätigkeit beschäftigt sind, eine eigene Berufsgenossenschaft gründen. Der Grundgedanke war möglichst simpel. Der Verband entstand, indem alle ins gleiche Horn bliesen. Die Frauen mußten sich gegen niemanden stellen. Vereint hatte sie ihre eine Stimme - das reichte aus."

SEWA, bzw. der Verband selbständiger Arbeiterinnen, wurde im April 1972 gegründet. Ela Bhatt erzählt in ihrem Buch von tapferen Arbeitskumpanen von ihr, welche den Nerv hatten, geduldig an ihrer Seite zu kämpfen, zu Zeiten, als ihr eigener Glaube an die Sache zwischendurch schlappmachte.

Soopa Goba war eine ihrer frühesten Arbeitsgenossinnen. Goba war aus dem Nachbarstaat Maharashtra nach Ahmedabad gekommen, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Wie zahllose andere verbrachte Goba ihre Nächte auf dem Bürgersteig. Tagsüber trug sie auf ihrem Kopf vom Bahnhof zu den Handelsläden riesige Bündel von Kleider. Goba verdiente an einem Tag zehn, zwanzig Rupien, aber die Hälfte des Lohns gingen an den Mittelsmann, der die Reise von ihrem Heimatdorf in die Großstadt organisiert hatte.

"Soopa Goba und ihre Arbeitskolleginnen gaben mir eine erste Lektion darüber, auf wie vielerlei Arten schutzlose Arbeiterinnen ausgenützt und gedemütigt werden können. Für die Wirtschaft von Ahmedabad stellte die Arbeit von Frauen wie Goba eine Notwendigkeit des Überlebens dar. Trotzdem verschlossen die Behörden der Stadt ihre Augen vor der Ausbeutung der Arbeiterinnen. In Wirklichkeit hatten sie deren Existenz nicht einmal anerkannt."

Neben dem Organisatorischen mußte SEWA auch die wirtschaftliche Position der Frauen stärken, damit sie von der Bank für den Start eines kleinen Unternehmens ein Darlehen von mittlerer Höhe erhalten würden. Dieses hat Ela Bhatt von einer anderen langzeitigen Arbeitskollegin gelernt.

"Chindaben sammelte auf der Straße und bei ihren wohlhabenden Nachbarn alles mögliche ein: Plastiktüten, zerrissene Kleider und Metallschrott. In ihrer Wohnung in den Slums fertigte sie mit ihrem Mann und ihren Kindern neue Produkte daraus an, die sie sonntags auf dem Flohmarkt entlang des Flusses verkaufen ging.

Chindaben mußte einige der Sachen, die sie brauchte, von einem Händler kaufen, der auch als ihr Bankier fungierte. Auf die gleiche Weise arbeiteten viele von Chindabens Arbeitskolleginnen. Die Frauen bezahlten an die privaten Geldverleiher aber horrende Zinsen, die sich auf 10 - 20 % am Tag belaufen konnten.

Im Dezember 1973 fragte mich Chindaben: 'Ela, warum gründen wir nicht einfach unsere eigene Bank?' Ich antwortete ein wenig betroffen: 'Weil wir kein Geld haben. Um eine Bank zu gründen, braucht man einen riesigen Betrag an Kapital.' Chindaben versetzte mir: 'Gut, wir mögen arm sein, aber wir sind viele.'

Ich verstand, daß dort die Idee lag. Auch ein kleines Kapital pro Kopf dürfte ausreichen. Wir gingen die Sache an, indem wir von jedem Mitglied von SEWA zehn Rupien erhoben. In einem halben Jahr hatten wir 71'000 Rupien, bzw. 1'400 Euro beisammen. Das reichte aus.

Die Behörden weigerten sich jedoch, die Bank zu registrieren, da die Eigentümer der Bank arme Frauen waren, des Lesens und Schreibens unkundig. Es wurde mir versichert, daß die Bank sehr bald zum Fall käme, die armen Frauen würden mir die Darlehen nicht zurückbezahlen. Zum Schluß gaben sie nach und die Bank wurde im Mai 1974 gegründet.

Die Befürchtung der Behörden erwies sich als gegenstandslos. Die Kunden aus den Slums hatten eine bessere Zahlungsmoral beim Zurückzahlen der Darlehen als die Kunden der Handelsbanken aus der Mittelschicht. Allmählich war SEWA in der Lage, sein Aufgabenfeld neben der Tätigkeit als Bank auf die Versorgung von Kindern, berufliche Lehrgänge, die Krankenpflege und das Versicherungswesen auszuweiten.

Es wurde für die Organisation als wichtig herausgestellt, daß die Frauen gut daran täten, alles übrige Geld in der Bank anzulegen. Vielfach war die Einzahlung gerade mal fünf Rupien, also zehn Cent. Auch brachte die Schreibunfähigkeit ihre eigenen Probleme mit sich. Man mußte in der Bank als Gegenstück zu einem geschriebenen Text verschiedene Symbole und Farben verwenden, damit die Frauen sie mit bestimmten Wörtern in Verbindung bringen konnten.

In ein paar Jahren wuchs das Eigenkapital der Bank auf 1,2 Millionen Rupien an. An Gewinn auf das Eigenkapital kam in den ersten Jahren 9 Prozent zusammen. Dieser wurde auf die nahezu 7'000 Aktionäre der Bank aufgeteilt. Die Bank bewilligte nicht nur Darlehen, sondern leitete die Kunden auch bei deren Investitionen an, ob es sich nun um den Ankauf einer Nähmaschine oder eines Ziehwägelchens handelte.

Die Bank von SEWA war von Anfang an ein gewinnträchtiges Unternehmen gewesen, obwohl deren Kunden mittellose Frauen sind. Oder erklärt im Gegenteil vielleicht gerade dies den wirtschaftlichen Erfolg der Bank, wie Ela Bhatt bemerkt hat.

"Die eigenen Ersparnisse der Frauen ließen ihr Selbstbewußtsein ansteigen. Zu Hause in der Familie weichte die Haltung der Männer auf: man mußte die Ehefrauen nunmehr als kooperative Partner, und nicht mehr als wirtschaftliche Belastung betrachten.

Der Erfolg unserer Bank führte im Jahre 1975 zu einer internationalen Konferenz, auf der wir zusammen mit der Ghanaerin Esther Ocloo und der US-amerikanischen Bankmanagerin Michaela Walsh die Idee von einer Weltbank für Frauen ausarbeiteten. Diese wurde dann vier Jahre später auch gegründet. Heutzutage ist die Bank eine extensive und lebenskräftige Kreditanstalt."

Neben der Bank hatte SEWA aber auch hunderte anderer Genossenschaften auf die Beine gestellt, wie z.B. kleine Meiereien, Handarbeitszentren oder Genossenschaftsläden. Auf den Dörfern sind Gruppen von 15 - 20 Frauen entstanden, die mit Hilfe eines minimalen Grundkapitals ein kleines Unternehmen aufgebaut haben, das sich zum Beispiel auf die Herstellung und Vermarktung von verzierten Strickwaren konzentriert. Auf diese Weise waren die Produkte sogar zu beachteten Modevorstellungen gelangt.

In den 1980er und 1990er Jahren musste SEWA seine Tätigkeit auf Nothilfen konzentrieren. Der Zuwanderungsstrom aus den Dörfern nach Ahmedabad
ließ die Einwohnerzahl der Millionenstadt schnell anwachsen. Gesellschaftliche Spannungen entluden sich in Form von Unruhen zwischen Hindus und Muslims. Die Situation wurde noch durch ein Erdbeben im Jahr 2001 verschlimmert. All jene Ereignisse setzten die ärmsten Bevölkerungsteile der Stadt einer scharfen Prüfung aus. Von den 100'000 Mitgliedern von SEWA verloren über 40'000 ihr Heim im Zuge der bitteren Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslims.

Die Zentrale von SEWA befindet sich weiterhin in Ahmedabad, aber sie hat Schwesterorganisationen in anderen Bundesstaaten ins Leben gerufen. Gegenwärtig gibt es in Indien in verschiedenen Bundesstaaten 10 SEWA-Vereinigungen, die tätig sind. Männer aber sind natürlich in der Organisation nicht zugelassen.

"Von Zeit zu Zeit gab es auch Männer, die sich uns hätten anschließen wollen. Ich selbst wäre schon bereit dazu gewesen, sie zu akzeptieren, so daß aus uns eine noch stärkere Gruppe würde, die einen Einfluß im ganzen Lande ausübt. Aber die Mehrheit der Frauen hatte sich geweigert, Männer als Mitglieder aufzunehmen. Die Männer würden in ihrem Streben nach Macht nur Spannungen mit sich bringen. Ein weiterer Grund war der, daß sich die Frauen ihre Ersparnisse ausserhalb des Zugriffs ihrer Männer halten wollten. Ich bin auch nun zufrieden mit dem Entschluß der Frauen. Vom Standpunkt der Organisation her war dies letztlich doch die beste Entscheidung."

Seit Beginn des letzten Jahrzehnts haben den Tätigkeitsbereich von SEWA nicht nur die Zunahme von religiös-politischen Unruhen, sondern auch die Globalisation einer Veränderung ausgesetzt.

"Der Charakter der Arbeit ist laufend im Wandel begriffen. Wirtschaftswissenschaftler nahmen lange Zeit an, daß sämtliche Arbeit in den Entwicklungsländern allmählich in den Bereich der offiziellen Wirtschaft überginge, nach Art von den industrialisierten Ländern. Im Zuge der Globalisation ist es aber anders gekommen, ganz im Gegenteil: Arbeitsanheuerung, Gelegenheitsarbeiten und verschiedenerlei Stückelarbeiten haben sich nun auch in der sogenannten offiziellen Wirtschaft ausgebreitet. Dies passiert nicht nur in Ahmedabad, sondern überall.

Wenn die Unternehmen sich verglobalisieren, muß das Sich-Organisieren der Arbeitnehmer auch die Grenzen eines Staates überschreiten. Insbesondere betrifft dies den inoffiziellen Markt: es reicht nicht mehr aus, daß SEWA in Indien tätig ist, sondern es muß seine Kräfte mit vergleichbaren Organisationen anderer Länder vereinen. Schwesterorganisationen von SEWA sind in Südafrika, der Türkei und in Yemen gegründet worden. Auch waren wir aktiv mit dabei, internationale Netzwerke für Selbständige,
wie z.B. HomeNet, zu schaffen. Dieses wurde zum Schluß als Ergebnis eines langen Kampfes in der Internationalen Arbeitsorganisation ILO aufgenommen."

Indiens Wirtschaft ist es in den letzten Jahren gut ergangen. Dies ist auch im Zentrum von Ahmedabad zu sehen, wo neue Mega-Einkaufszentren errichtet worden sind. Es haben aber diese in sich abgeschlossene Viertel aufkommen lassen, in denen die Armen nichts zu suchen haben.

Nach Meinung von Ela Bhatt verbraucht die mehr und mehr am Wohlstand teilhabende Mittelklasse einen immer grösseren Anteil der natürlichen Resourcen des Landes. Die Mittelklasse erkennt die Bedeutung der inoffiziellen Wirtschaft nicht an, obwohl sie das Rückgrat der gesamten Wirtschaft darstellt. Über 90 % von Indiens Arbeitskräften sind in in der inoffiziellen Wirtschaft beschäftigt, sie bringt ca. 60 % des Bruttosozialprodukts des Landes auf und deckt ca. 40 % des Exports ab.

"Neuerdings wird die Macht immer mehr und mehr an die großstädtische, gut ausgebildete Elite abgetreten. Ich bin darüber sehr enttäuscht, manchmal sogar zornig. Nach der Unabhängigkeit hätte die Mittelschicht die Möglichkeit gehabt, die feudale Gesellschaft in eine demokratische umzuwandeln. Aber es kam genau das Gegenteil davon. Die Mittelschicht war noch mehr als davor auf sich selbst fixiert und wurde noch selbstsüchtiger, ihr kam es nur auf den Vorteil der eigenen Nachkommen an.

Für SEWA gibt es noch viel zu tun. Wir haben bereits ein Stimmrohr. Ich hoffe, daß die in den ausserhalb der amtlichen Wirtschaft Beschäftigten nicht stillhalten. Die zarte Revolution hat begonnen."

3
Mai
2007

"Am Anfang schauten mich die Menschen schon recht verdutzt an"

Betrunkener im Sattel war sich um keinen Rat verlegen
(27.4.2007)

Ein Mann aus Deutschland befand sich vor kurzem auf einem Ausritt in
der Umgebung von Wiesenburg, als es ihm in den Sinn kam, eine kleine
Trinkpause einzulegen. Die erfrischenden Getränke mundeten gar allzu sehr
und der Mann befürchtete, daß er sich der groben Trunkenheit im Sattel
schuldig machte, würde er in dem Zustand auf seinem Pferd nach hause
reiten.

Der Reiter beschloss deshalb, mit seinem Pferd eine Weile sich
auszuruhen.

Der Mann fand auch einen gemütlichen Platz zum Ausruhen - im
Windschacht der örtlichen Bank, dessen Tür er mit seiner Bankkarte aufbekam.

Die Bankkunden waren am darauffolgenden Morgen sehr überrascht, als
sich auf dem Flur der Bank ein Mann mit einem Ross rekelte.

Das Personal rief die Polizei zur Stelle, welche eine Mahnung erteilte
wegen unerlaubten Übernachtens.

Der forsche Reitersmann entfernte sich von dem Ort wieder hoch zu Ross
dem Sonnenaufgang entgegen, aber den Bankangestellten blieb es
überlassen, die Pferdemisthaufen wegzuschaufeln.

Taliban Airways in flottem Aufschwung
(26.4.2007)

Jemand im Reisefieber, der im Internet nach einem billigen Flugticket
sucht, könnte auf den Namen Taliban Airways stossen.

Die "Fluggesellschaft" befindet sich in steilem Aufstieg, obwohl sie
trotz ihres Namens nichts mit dem Fliegen zu tun hat.

Es handelt sich um eine Rockband von drei Jugendlichen aus Tromssa in
Norwegen, die kürzlich ihre erste CD feierte.

Liebestoller entwendete 26 Wagen
(29.4.2007)

Dem US-Amerikaner Antonio Moreno war es immer ein leichtes, sich mit
seinem Mädchen zu treffen: er hatte nur ins Auto zu hüpfen, und schon kam
er bei ihr angebraust.

Die Sache hat jedoch einen kleinen Haken. Moreno, 31, hatte es sich
angewöhnt, in eines andern Auto zu den Treffen zu rauschen.

Laut Polizei hat Moreno, von Anfang dieses Jahres ab gerechnet, 26
Autos ohne Erlaubnis in seinen Gebrauch genommen. Er entwendete die Wagen
in seiner Heimatstadt Inglewood oder in Santa Barbara in Kalifornien.

Moreno besitzt nicht einmal einen Führerschein. Bei seiner Festnahme
saß er - wie kann es anders sein - am Steuer eines Wagens.

Der langsamste Läufer ließ sich eine Woche Zeit auf Londons Marathon
(30.4.2007)

Ein wie in einem Zeitlupenfilm gelaufener Greg Billingham kam am
Sonntag am Zielende des Marathons in London an, eine Woche nachdem der
Wettbewerb angefangen hatte.

Billingham, 39, fasste den Entschluß, für den Marathon sich eine extrem
langsame Laufform anzueignen. Er lernte, wie man drei Meilen, also fünf
Kilometer, in zehn Stunden laufen kann. Mit der langsamen
Laufgeschwindigkeit sammelte Billingham Geld für eine Stiftung für an Leukämie
leidende Kinder.

Billingham hoffte, daß er damit 30 - 40 Tausend Pfund (44 - 58 Tausend
Euro) zusammenkriegen würde.

"Am Anfang schauten mich die Menschen schon recht verdutzt an, wussten
nicht, ob ich sie auf den Arm nehmen will, oder was los ist," erzählte
Billingham.

Billingham hatte noch nie an einem Marathon teilgenommen. Er studierte
extra für den Marsch um die Wette eine langsame Laufgangart ein,
bewegte sich nach vorwärts wie in einem Zeitlupenfilm. Er trainierte es, den
Fuss ein paar Sekunden lang in der Luft zu halten.

"Ich entwickelte mich die ganze Zeit über weiter. Je weiter ich
gekommen war, desto besser war ich."

Eine Bierkneipe in England umgeht das Rauchverbot, indem sie sich als
das Konsulat für Peru bewirbt

(30.4.2007)

Ein britisches Pub versucht das Rauchverbot auf listige Art und Weise
zu umgehen. Das Pub bewirbt sich für die Position des Konsulats von
Peru.

Konsulate sind keine öffentlichen Örter, sodaß in diesen auch weiterhin
geraucht werden darf.

"Rund 95 Prozent unserer Gäste rauchen. Es wäre ein glänzendes Ding,
wenn wir Englands einzigstes Pub werden könnten, in dem geraucht werden
darf," phantasiert die Betreiberin der in Cornwall gelegenen
Schankstätte, Debbie Trevithick.

Der Name des Pubs ist trefflicherweise Peruvian Arms (Peruanisches
Wappen). Die Inhaberin des Pubs betont, daß das Pub auch ausser seines
Namens eine nähere Beziehung zu Peru hätte.

Die Bewerbung um das Konsulat wird von der Botschaft von Peru in London
bearbeitet.

England verbietet das Rauchen auf öffentlichen Plätzen vom 1. Juli ab.
Schottland und Wales hatten diese Anordnung schon zuvor in Gebrauch
genommen.

(sämtliche Artikel aus dem Finnischen übersetzt)

Mit etwas mehr Herzen liesse sich mit ein bißchen Schlauheit leicht über das Geld hinwegkommen

Das Herzen und die Affen des Toten Meeres

Irgendwo an den Gestaden eines Toten Meeres
- ist doch die Welt voll mit Toten Meeren -
lebte irgendwann im Laufe der Zeit ein Stamm,
welcher sein Herzen irgendwo eingebüßt hatte.

Und siehe, diese Menschen gediehen sehr wohl
und wurden recht fett.
Ihr Weizen reifte und ihre Trauben schwollen dick auf.

Sie trieben einen gewieften Handel und führten schreckliche Kriege
und die Kamele trugen als Raubbeute nach hause
Gold und edle Steine von hinter den Bergen her.

Sie waren glücklich.
Und der fetteste von allen Priestern sprach:
- Gelobet sei Allah!
Jetzt erst hat sich dessen Gunst reichlicher denn je davor über uns
ergossen.
Wisset, all ihr Gläubigen,
daß diese großzügige Geste von Allah daher rührt,
daß jener zudringliche Störenfried des Friedens, das Herzen,
das allzeit unzufriedene, allzeit aufbegehrende Herzen,
endlich aus unserer Mitte verbannt ist.
Raubte es nicht uns den Schlaf der Nächte
und stellte es nicht am Tage auf all unsern Wegen Fallen auf.
Schnappte es nicht immer entgegen unsern lieblichen Gesetzen zu.
Verdrehte es nicht immer,
das Herz, dieser Aufmucker,
die hehre Vorherrschaft und die noblen Richter,
auf daß diese nur ja Hinrichtungsvollstrecker wären.
Wenn wir uns in den Krieg aufmachten,
oder wir dabei waren, Frieden zu stiften,
klagte es nicht immer an, daß wir falsch handelten.
Uns allzeit in Schmach und Schande stürzend.

Es ist nun fort.
Allah, er, der im Toten Meer schläft,
betrachtete das Herzen mit keinen wohlgefälligen Augen:
hatte doch dieses immerzu auch seinen Schlaf gestört.

Freuet Euch, all ihre Gläubigen,
Allah hat es hinausgejagt, mitten ins Wüstland hinein,
auf daß es durch Hunger und Durst eingehe,
auf daß wir allzeit glücklich wären!
Gelobet sei Allah!

Allah, er, der im Toten Meer schläft, wachte eines Nachts auf:
er hatte jemanden seinen Namen rufen gehört.
Und siehe, auf dem Toten Meer brannte eine lebende Flamme.
Sie näherte sich wie ein gleitender Stern
und ging an der Wurzel von Gottes Füssen nieder.
Es war das entflammte Herzen. Es sprach:
- Mein Vater, ich fand bei den Menschen keine Heimstätt'.

Und Allah betrachtete es
und hörte ihm zu
und weinte.
Und Allah erhob seinen Kopf aus dem Toten Meer.
Da hörte er das,
was der fetteste von allen Priestern sprach.

Und Allah erzürnte sehr.
Und Allah erhob seine Hände.
Und siehe, die Menschen waren am Morgen wie die Affen.

Das Herzen aber blieb bei Allah.
Und der zärtliche Gott nahm es an seine Hand,
führte es an seine Lippen
und küsste es.

Ein Gedicht von Uuno Kailas (1901 - 1933), Dichter der finnischen Feuerträger-Bewegung (erstmals übersetzt ins Deutsche)

Werden die Menschen letztlich darauf abfahren, übers Geld hinauszukommen, ohne daß vorab zuerst die Großen, die das Sagen haben, angebissen hätten?

Aus all den Antworten und Nicht-Antworten auf meine allgemeine Mitteilung hin an die wenigen von mir zum Zwecke der Präsentation meiner Ideen zur Erleichterung
um dessen dahinsiechendes Peiniger-Medium - um den Faktor Geld - des Gesamtumfelds des Warenverkehrs unter Menschen, angeschriebenen, die moderne Geld-Erwirtschafts-Welt voreinst am entschiedensten an deren schweren Sitzen mitprägenden Millionärs- und Billionärsgestalten, hat sich bislang nun folgendes Bild aufgetan:

Die größten Feinde des Geldabschaffens sitzen in der Fleischindustrie. Der einzige Sektor auf der ganzen Linie der Geschäftswelt der größten Privaten, der die höchstpersönliche Einladung zum Geldabschaffen schlichtweg als SPAM abgetan hat. Als ob ich denen überhaupt sonst noch etwas anderes zu sagen gehabt hätte, nachdem ich ja alles schon mit der ersten Post herausgelassen hatte. Zumal ich ja sehr darauf achten muß, auch niemanden zu bedrängen. Man kann die Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen!

Am anderen Horizont-Rand aber des Akzeptanz-Spektrums unter den Großen, am anderen Ende also, sozusagen, des so wirr verknäuelten Wusts dieser langen fleischig-erdigen GelderWurst, hob es aber dafür ganz schön ab. Mit Boeing Inc. gehts anscheinend sprichwörtlich auch in freiheitlichere Lüfte. Das einzige Dankeschön für meine Informationen kam von eben jenen, unter all den Kontaktierten!
Während die kontinentalen Tunnelbauer aus Amerika, weiterhin mit schwersten Groß-Projekten weltweit beschäftigt, auch sonst im Leben anscheinend gerne in Verstecken spielen, und nur schwer erreichbar bleiben möchten.
Und die Großen in der Lebensmittelindustrie ziehen es gar vor, gar nicht erst von anderen als Nicht-Stammkunden erreicht zu werden.

Mit der Kontaktaufnahme zu einem der Größten in der Getränke- und Importspirituosen-Geschäftswelt, ist zugleich ein Anschlag gelungen auf Rußland mit seinem vielfach schon manisch verlaufenden, die gesamte Geld-Welt seinerseits noch mehr aufheizenden Ex-Kommunisten-Neid-jetzt-zeigen-wirs-aber-der-Welt-Syndrom.
Bei den Russen rechne ich mir allerdings schon ein gewisses Grad an mehr Offenheit ein als bei den sonst recht hochnäsigen amerikanischen Funktionären an den Geldhebeln. Immerhin waren die Russen auch früher schon anfälliger auf gewagte Neuerungen, sonst wären sie wohl auch nicht damals massiv auf den Kommunismus so hereingefallen.

Trotz diesem etwas bescheidenen Bild einer Resonanz (war ja auch mehr eine rhetorisch gemeinte Anfrage an die Großen!) kann mittlerweile davon ausgegangen werden, daß sich die Idee der Geldabschaffung auch unter allen Größten in der multi- und internationalen Business-Welt herumgesprochen hat, und von diesen aus dann auch langsam aber sicher in die Kreise auch aller mittleren Unternehmer gelangen wird.

ABER WO BLEIBT DIE STIMME DES KLEINEN MANNES? Werden die Großen von sich aus je einen Finger rühren in besagte Richtung, wenn keiner von unten her aufmucken
kommt, und lautstark, im Verein mit vielen, danach fordert, das Geld aus der Welt geschafft zu bekommen?

Etwas, was mir persönlich schon Gedanken macht.

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2
Mai
2007

Du und deine Zeitgenossen sind die Interpreten der Zeichen unserer aller Zeit

In eine Geld global überwindende Zukunft weisende Wahrworte von Sehern schon aus der kulturellen Jungzeit der Menschheit an den blühenden Nil-Gestaden unserer Erde?

Hast du dein Feld glücklich bestellt, daß die Frucht gedeiht, und schenkt Gott dir also reichlich Ernte, so brüste dich nicht deines Reichtums, posaune dein Glück nicht überall aus! Freu dich darüber dankbar - und übe des Schweigens herrliche Zucht.

Nichts ist mehr dem Wandel unterworfen als Reichtum. Was du aber Gutes tust, das verjährt nicht und hat dauernden Bestand.

Aus der Weisheitslehre des Ptahhotep

Wer nach dem Verstand eines andern handelt, wird schwerlich Glück haben.

Aus der Lehre des Duauf

Mangel erregt Furcht, Furcht erregt Unruhe!

Aus den Mahnworten eines Propheten (etwa 2500 v. Chr.)

Ein Leben sollst du leben, aber kein Sterben sterben.

Aus den Pyramidentexten

Du selber mußt dich vervollkommnen. Hüte dich davor, daß ein andrer dich vervollkommnen muß.

Aus der Lehre des Djedefhor (um 2600 v. Chr.)

Man glaubt eher eine Lüge, die wahrscheinlich ist, als eine Wahrheit, welche unwahrscheinlich klingt.

Wer sich für einen Lotsen ausgibt, der muß auch, wenn es not tut, den Wind aus seinem Kopfe hervorbringen.

Einer, der deine Erkenntnisse teilt, versteht dich, auch wenn er dich nie zu Gesicht bekommen hat, genauso, als ob er dich gesehen und mit dir gesprochen hätte.

Niemand ist törichter, als wer auf die Zeichen nicht achtet.

Was die Götter geben, das kommt von selbst.

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1
Mai
2007

Die Hoffnung, daß wir das Geld tatsächlich los werden, liegt in den Händen unserer Jugend

Hol mich weg

An Jugendschutzarbeit Verrichtenden besteht eine alarmierende Not, aber
es gäbe mehr denn je zu tun.

(Artikel der finnischen, gesellschaftspolitischen Zeitschrift Grüner
Garn [Vihreä Lanka] vom 5.4.07 von Jussi Laitinen, übersetzt aus dem
Finnischen
)


Die Probleme des Jugendschutzes haben sich in vielen Gemeinden
Finnlands wegen des Mangels an Arbeitskräften extrem zugespitzt. Der
Bewältigung der Aufgaben stehen weiterhin unzureichende Arbeitskräfte gegenüber.
Derweil wächst die Zahl der Internierungen und der Krisenbetreuung von
Kindern in rasantem Tempo.

"Auf dem Sektor sind unerfahrene Menschen damit beschäftigt,
schwierigste Beschlüsse für diese Gesellschaft zu treffen," sagt der Vorstand der
Ersatz-Betreuung aus Tampere Timo Vikman.

Letzten Sommer ereignete sich in Tampere ein Fall, in dem zwei
Studenten der Sozialarbeit sich in die Lage versetzt sahen, die dringliche
Internierung eines Jugendlichen vorzunehmen. Den als Ersatzarbeitskräfte
fungierenden Studenten wurde eine schriftliche Anweisung mitgegeben, und
sie dann auf den Weg geschickt.

Eine andere wahre Geschichte erzählt davon, daß der Leiter eines
Familienzentrums in Helsinki in die Lage gekommen war, drei Nachtschichten
hintereinander zusätzlich zu seiner eigenen Arbeit zu halten. Man hatte
niemand anderen für die Arbeit herbekommen.

"Es ist sehr schwierig, kompetente Sozialarbeiter zu bekommen," sagt
der leitende Sozialarbeiter des Familienzentrums Helsinki Ost Juha
Jokinen.

"Die frischen Studienabgänger bewerben sich nicht für die aufreibende
Sozialarbeit an der Basis, oder zumindest bleiben sie dort nicht lange."

Ende Februar war die Hälfte der Sozialarbeiter von Helsinki
unzulänglich.

Für eine Stelle als Sozialarbeiter braucht man einen höheren
Hochschulabschluß, aber ein anfänglicher Lohn von 2'300 Euro ist im Hinblick auf
die Ausbildung nicht gerade gut. Die Arbeit ist aufreibend, besonders
mit Eltern mit einem Trunkenheitsproblem, die die Arbeitskräfte oft
bedrohen und aggressiv sind.

"Die Kürzung der Alkoholsteuer hat sein Scherflein dazu getan," sagt
Jokinen. Vikman hegt den gleichen Verdacht.

"Die Klienten dürften auch wegen der schwachen Resourcen nervös werden:
nichts bekommt man, man trifft keinen an und wenn man einen antrifft,
ist es schon so weit, daß die Kinder fort kommen von zuhause. In einer
solchen Situation stellt sich egal wer quer, ich würde mich
querstellen," sagt Elina Pakkarinen, die an der Universität von Helsinki die
Sozialarbeit untersucht.

Wenn auch die Jugendschutzarbeit nicht verlockend ist, gäbe es damit
mehr denn je zu tun. Pekkarinen berichtet, daß die Anzahl der
Jugendlichen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht sind, in den Jahren
zwischen 1992 und 2005 um nahezu 40 Prozent zugenommen hat. In Helsinki
hat die Zahl der Verbringungen in Heimen nach dem Jahre 2000 ganze 25
Prozent zugelegt.

Der Grund dafür ist ein peinliches Phänomen, das einem Staat, der ein
sattes Wirtschaftswachstum aufweist, schwer zu schaffen macht: die Armut
von Familien mit Kindern hat sich von der Zeit vor der Rezension ab
verdoppelt. 1990 lebten fünf Prozent von finnischen Kindern in Familien,
die unterhalb der Armutsgrenze leben, und zum Jahre 2003 hin wuchs die
Ziffer auf zwölf.

Als Ursache dafür sieht Pekkarinen die Verkleinerung der Sozialhilfen
und den Verfall der Dienstleistungen der Gemeinden.

"Wenn die familienpolitischen Unterstützungs-Strukturen in einem
Wohlfahrtsstaat zerbröckeln, lädt sich der Druck auf den Jugendschutz ab."

Stilblüten aus Blättern unter der Sonne für herzhafte Lacher

(Bei allem Lachen das Ziel des Geldabschaffens aber bitte nicht aus den Augen verlieren!)

Rentner machen ein hölzernes Flugzeug auf dem Dachboden einer Irrenanstalt.

Die plötzliche Überschwemmung erschwerte das Vorankommen der Autos auf dem Spazierweg von Wunnert.

Der erfahrene Waidmann hatte seine Frau nicht bemerkt, als er im dichten Gestrüpp auf den Auerhahn schoß.

Zuvor hatte die junge Frau angegeben, sie wäre auf der Birkenallee von zwei unbekannten Tätern misshandelt worden. Die Frau hatte auf der Polizei auf Anraten ihres früheren Freundes falsche Angaben gemacht.

Stutenmutter von zehn Pferden geht selber noch traben - und gewann sogar die Landesmeisterschaft.

Toter in Markt Bucht schoß auf Polizisten.

Die Euro-Stücke wurden vorab nur den Blinden gezeigt.

Spitzenredner auf dem Kongress der Schwerhörigen.

Des Kaufmanns Herzen liegt auf dem Fleischertisch.

Grabscher am Busen von Arbeitskumpel bekam Riesen-Schadenersatz-Summe.

Bierwagen fuhr in den Graben. Angeblich war Alkohol nicht im Spiel.

Betrunkener am Steuer raste mit hundert Polizisten davon.

Mann schlug begrenzt Beweglichen nebst Bankautomaten.

Gewalt in einem Paarungsverhältnis ist eine Angelegenheit, woraufhin es sich lohnt zu arbeiten.

Wenn sich von dem Grab niemand meldet, wird die Stätte 25 Jahre kostenfrei umsorgt.

Eine Frau erträgt das Auffahren von hinten her mit einer Schwächlichkeit.

Zum Alltag des Sanitäters gehört das Drohen mit Gewalt in verschiedenen Formen.

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Das Zappligwerden beim Gedanken an eine eventuelle Schließung aller Ämter auf alle Zeiten ihres alten großfürstlichen Zahlmeisters Geld sollte sich bei verwöhnten Geld-Rittern wie bei strapazierten Gläubiger-Knechten der allfälligen Knete sehr schnell legen, wenn erst die ersten Ernten aus den beflügelnden frisch-mutigen Erfahrungen der Pioniere des sich ausweitenden staatlich beglaubigten geldfreigestellten Wirtschafts-Verbund-Ex(S)klaventums eingefahren worden sind

Wenn der Mensch durch kein Geld mehr geprägt zu sein haben braucht, werden sich mit Sicherheit ganz wie von selbst höchst passable Einstellungen ergeben für einen guten Kodex von menschlichen Tugenden aus einer noch neu sich zu entwickelnden Auftritts- und Benimm-Norm für Menschen, die sämtlichem, von Geld angeleitetem Verkehr mit anderen Menschen abgeschworen haben werden.

Ein starker Wille zur letztendlichen Überwindung all jener endlosen Sorgen um die leidigen verflixten Finanzen, die uns heute noch so sehr plagen, und ein allseits freiwilliges Mitgestalten der neuen Zeit von immer mehr geldgestressten Menschen, die sich alle nach der großen Entlastung ihres Lebens sehnen, wird, wenn die Menschen erst richtig verstanden haben werden, wie eine Welt ohne Geld zu meistern ist, und wie es unsere althergebrachte, mit allen Mitteln des Geldes so zwangsgegängelte Welt umzugestalten gilt, so daß im Ergebnis ein dauerhaft festes Fundament zu stehen kommt für ein neues Haus des Zusammenlebens - (und sollte dies Haus dann nicht wenigstens eine Prachtvilla abgeben, so wie die Welt sie noch nie gesehen hat, wenn man sich schon alle Mühe macht?!) - das Gelingen des Großprojektes der Ausbestallung des Geldes in der frohen Gesellschaft viel unbelasteterer, daher nicht mehr mit Geld belasteter, aber dafür wesentlich glücklicher lebender Zeitgenossen zu einer Wahnsinns-Erfolgsstory werden, wie man sie in keinem Bilderbuch noch gelesen hat!

Um das In-den-Griff-Bekommen von querverlaufenden Interessen der verschiedenen Menschen ohne jeglichen Einsatz von Geld auch zu garantieren, muß allen partizipierenden Menschen eindeutig eingebleut sein, worum genau es bei der Systemumstellung geht, und wie alles genau, zuerst im Übergang, und dann, wenn das neue System steht, zu laufen hat, und wie jeder einzelne das Laufen des Systems auch schmieren und sich dabei glücklich fühlen soll und darf.

Unter Menschen - und Menschen wollen wir doch alle sein - kann so ein fundamentales Unterfangen, wie das Geld abzuschaffen es eines ist, mit Sicherheit nicht fehlgehen! Dafür ist letztlich doch jeder selbst zu sehr an dessen Gelingen persönlich interessiert, also wird es auch nicht daneben gehen können! Es geht hier im fundamentalsten ums gesamte Überleben der Menschheit - in glücklich friedfertiger Koexistenz aller - aber eben so ganz ohne Geld.

Es besteht von daher eigentlich nicht die geringste Veranlassung, weshalb die Menschen sich davor zu fürchten hätten, die komplette Einrichtung des Geldwesens eines schönen Tages zum guten Abschluß des bösen Spiels einfach beim Schopf zu packen, und weit hinweg von sich, so weit wie nur möglich, fortzuschleudern.

Wann darf es losgehen, daß das geldlose Wirtschaften durch ein unter staatlichen Auflagen gewährtes Ausserhalb-vom-Rand-Her-Mit-Teilhaben-am-Leben-der-Nation völlig ohne jeglichen Zahlungsverkehr gewisser eingetragener Gruppen von zusammengeschlossenen, allesamt dem Geld abwinkenden Gleichgesinnten innerhalb in sich voll dienstfertig abgerundeten Klein-Wirtschafts-Zellen verlangt und gewährt werden wird.

Aber lasset uns nicht nur beten, und auf andere hoffen, daß diese eines Tages die Tore zu dem neuen paradiesischen Leben auf Erden setzen, sondern jeder einzelne von uns wird aufgerufen, dabei irgendwie mitzumachen, und sich wenigstens dafür zu interessieren, und sich mit anderen darüber zu unterreden, um den größten Menschheitstraum aller Zeiten - abgesehen vom freien Fliegen durch die Lüfte gleich den Vögeln - wahrzumachen.

Und das Abschaffen von Geld dürfte immer noch leichter sein, als als Mensch abzuheben (selbst ein freifliegender Jet-Man muß sich immer noch von einem Flugzeug in hoher Luft aussetzen lassen, bevor er zum Fliegen kommt), und zu fliegen.


Dreimal ein Hoch der neuen Welt so ganz ohne Geld!!!

Mit Witz und Spaß der Versteinerung der Geldwelt beikommen

EIN WITZ

Schnorrer im Omnibus

Eine junge Frau im Minirock stieg in einen Bus. Sie begann, in ihrer Schultertasche nach dem Portemonnaie zu grabschen. Dabei glitt ihr der Riemen von der Schulter und die Tasche fiel auf den Boden des Omnibus. Beim Aufprall auf den Boden öffnete sich die Tasche; heraus flog ein Massage-Stab, der, durch die Erschütterung ins Laufen gekommen, zu surren anfing und quer über den Boden nach hinten im Bus hüpfte.

Der Fahrer schaute zum Stab und dann zum Fräulein hin, welches rot angelaufen war, und ließ folgendes vernehmen:
- Aha, der Busenfreund geht auf Schnorr-Tour.
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Das Leben sollte zu einem Gedicht werden


Ein Gedicht über das Gedicht

von Uuno Kailas (1901 - 1933),
einem der bedeutendsten Dichter
der Feuerträger-Ära Finnlands
zu Beginn des letzten Jahrhunderts,
in einer Übersetzung von mir selbst


An der Quelle der Wahrheit
träumst du mit tiefen Kindesaugen
und spielst mit den Sternen und der Sonne.

Das Gesicht der Erde küsst du wieder jung
und der Wind trägt
deinen Hauch über ein Meer von Duft.

Deine Hände sind reich vor Güte,
in ihnen wiegst du die Herzen ab
und streust ein grenzenloses Licht
hinein in ein Feld von Nacht.

Und alle Sterne lieben deine Augen
und die Weiten des Alls nehmen vom Staub weg
ihren Anfang von deinen Füßen ab,
an denen der glückliche Bettler in die Kniee geht.

* * * *

Apropos, was die Sterne und deren geheime Arbeitsweise im interkosmischen Bereich, was auch uns Menschen mit unserem Geist in höchstem Maße betrifft, aber leider von den mathematischen Wissenschaften unerkannt ist und wohl immer bleiben wird, angeht: wer hierzu mehr erfahren und wissen möchte, dem kann ich nur empfehlen, mein Gedicht What If The Stars Were Barred From Glittering zu lesen.

girl-begging-in-Shiva-guise

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30
Apr
2007

Weitere Erfolgsmeldung auf dem Weg dazu, das Geld abzuschaffen

Aus der Rückantwort von Joe Weston, einem der beiden San Francisco Herzens-Friedens-Marsch-Organisierer, auf meine Antwort auf dessen Einladung, nach San Francisco zu kommen zu den diesjährigen Ansprachen und Feierlichkeiten zum Tag des Friedens am 21. September, und vorab zum 18. März, um das Ereignis im weiteren zu planen:

(Originalzitat von Joe Weston, übersetzt aus dem Englischen)

"Ich respektiere ehrlich und begrüße Deinen Einsatz dafür, und Interesse daran, daß wir unsere Einstellung gegenüber Geld verändern. Ich würde gern mehr davon hören."

Helfen-die-Welt-mit-umtreiben

Siehe auf der Link-Spalte dieser Seite nach dem Klick-Titel Teilnahme erwünscht am SF Heartwalk?, um mehr über den Friedensmarsch, die Bewegung und deren Macher zu erfahren, und eventuell für sich selbst die Einladung anzunehmen, zum SF Heartwalk 2007 hinzufahren und mitdabeizusein.
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29
Apr
2007

Altägyptische Weisheit und das Gebot der Zeit im neuen Jahrtausend

Manch einer ist so doppelzüngig, daß er mit einem Satz
den Besitzer einer Sache warnt, auf sein Eigentum zu
achten, und gleichzeitig den Dieb zum Stehlen
auffordert.

Der Hund, den du an der Leine führst, strebt nach
Freiheit. Der Hund, den du frei laufen läßt, hält sich
an deiner Seite.


Es kann im neuen Jahrtausend kein edleres Ziel der
Menschen geben, als endlich sich daran zu machen, das
Geld-System als solches gänzlich abzuschaffen, und zu
ersetzen durch ein völlig neugeartetes
Wirtschaftssystem, welches ganz ohne Geld auskommt und
auf einem Panvoluntarismus basiert, der alle Menschen
weltweit einbezieht.

against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

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Musikalisches


Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

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* * *

"Nachrichten allein bedeuten gar nichts. Man braucht Autoren, die sie deuten können." — Helmut Schmidt

Wie lange sind wir schon mit dabei?

Online seit 7002 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

Immer mehr sind fürs Geldabschaffen!

Ein Paradies auf Erden kann es geben

aber nur wenn es das Geld nicht mehr gibt. Packen wir's an, es wegzupacken!

development