18
Sep
2007

Daß Hitlers Mein Kampf in nicht-deutschsprachigen Ländern weiterhin reißenden Absatz findet, zeugt klar davon, daß überall auf der Welt gewöhnliche Menschen insgeheim eine Neue Zeit herbeisehnen - und womit könnte eine neue Zeit ihnen besser aufwarten, wenn nicht damit, daß endlich mit dem zumeist verhassten Geld aufgeräumt wird

In der "Bücher-Katze" braucht man das Schwein nicht im Sack zu kaufen

(ein Beitrag aus der Sparte Zeitgemäßes der südwestfinnischen Zeitung Turun Sanomat vom 18.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Das Konzept des im Zentrum der südfinnischen Stadt Raisio gelegenen Antiquarischen Büchercafés, der Bücher-Katze GmbH, weicht um einiges von dem eines gewöhnlichen Antiquitätengeschäfts ab. Sowie man hereintritt, beschleicht einen schon ein angenehm vertraulich-machendes Gefühl und im Geruch alter Bücher mischt sich das Aroma frischen Kaffees.

- Mir zumindest ist nicht bekannt, daß es irgendwo in ganz Finnland noch ein zweites derartiges antiquarisches Büchercafé gäbe, sagt die eine Hälfte des Besitzerpaars, Soile Niemi.

Sie und ihr Mann Esa Niemi haben beide von Jugend an Bücher gesammelt. Soile Niemi erinnert sich daran, daß sie in der Grundschule mit dem Sammeln von Ausgaben der Serie Peter Stummelschwanz (Pekka Töpöhäntä) begonnen hatte.

- Von einem Dienst am Kunden mit einer solchen Art von praktischer Ausführung haben wir jahrelang geschwärmt. Zugleich auch von der Anschaffung einer Katze, die es aber bislang noch nicht gibt. Wenn es die Lebensmittelüberwachungsgesetzesparagraphen nicht hätte, würde hier bereits eine lebende Katze zwischen Kunden und Büchern herumtollen, so wie Esa Niemi die Dinge einschätzt.

An deren Stelle liegen derweil Weichstoffkatzen auf den Büchern, auf dem Sofa und an den Ecken der Regale herum, die über die Werke wachen.

- Dies hier ist ein Platz zum Entspannen, in dem man in aller Ruhe sich mit einem Buch vertraut machen kann, bevor man sich entschließt, es zu erstehen. Man braucht das Schwein nicht im Sack zu kaufen, wie es der Ladenbesitzer auf den Punkt bringt.

Das Ehepaar Niemi betreibt schon längere Zeit einen Antiquitätenhandel übers Internet, welcher weiterhin neben dem Café am Laufen gehalten wird. Zusätzlich befinden sich einige neu herausgebrachte Bücher aus gewissen kleineren Verlagshäusern im Verkauf.

Bücher- und Katzenmenschen

- Als Freunde von Katzen und Büchern haben wir festgestellt, daß es zwischen den zweien eine gewisse Verknüpfung gibt. Büchermenschen sind oft auch Katzenmenschen, sinniert Soile Niemi.

Dies dürfte sehr wohl auch zutreffend sein. Zum Beispiel, die Lesewürmer der Büchereien sind Genießer einer Art, die eine katzenhaft-lockere Einstellung zum Leben haben. Jemand könnte aber auch einwerfen, sie wären phlegmatisch. Hundemenschen sind denn wohl die sportlicheren?

Die Auswahl von gebrauchten Büchern ist weitläufig, aber besonders an Kriminalromanen und Kriegsliteratur findet man viel.

- Ich bin am Zweiten Weltkrieg interessiert und Soile mag Krimis. Vielleicht gibt es deshalb von denen am meisten. Von den Schriftstellern von Krimigeschichten steht bei mir Mauri Sariola über allen andern, bekennt der Herr des Hauses, der auch einem Sariola-Literaturklub angehört.

Die Favoriten der Hausherrin sind Schriftstellerinnen wie Patricia Cornwall, Sue Krafton, Kaari Utrio und Pirkka Arhippa.

In den Regalen findet man aber auch auf Finnisch Hitlers Mein Kampf (Taisteluni) sowie die Version auf Schwedisch, Min Kamp, nebeneinander ausgestellt. Angeblich lassen sich diese im allgemeinen sehr schnell absetzen.

Ger-Manne-mit-der-Gerte-zum-FuehrerstabSPD-Poster von 1932


Alles geht, außer Gedichten

Ins Café tritt ein Mann in Jeans mit einem Tuch überm Kopf. Er sucht das Werk 'Die Buchstaben meines bisherigen Lebens' von Erno Paasilinna, was sich jedoch nicht finden läßt.

- Ich verschlinge fast alles, was Literatur betrifft, nur Gedichte kann ich nicht ausstehen, läßt der Mann, der sich als Jyrki Laine zu erkennen gibt, von sich hören und geht die Regale durch auf der Suche nach einer anderen Abendlektüre.

Zwei weitere Kunden, Taavi und Laila Sankari aus Raisio, gehören zur Stammkundschaft der Bücher-Katze. Das Ehepaar ist besonders an heimatkundlichen Werken interessiert. Belletristische Bücher ziehen sie sich weniger hinein.

- Bei uns zuhause, als ich ein Kind war, gab es viele Bücher, aber eigentlich keine Bücher für Jugendliche. Ich erinnere mich daran, daß ich bei einem Skiwettlauf im Alter von acht einen Robinson Crusoe als Geschenk erhielt, und daß mich das fuchste. Den Pokal hätte ich doch gewollt. Des Wertes von dem Buch wurde ich mir erst viel später bewußt, wie sich Laila Sankari erinnert.

Taavi Sankari hatte die Literatur angefangen zu interessieren, als er schon etwas älter war.

- In der Grundschule sind Bücher nicht gerade bei dem jungen Mann etwas besonders begehrtes gewesen, lacht er auf.

- Dies hier ist ein heimeliger und gemütlicher Ort zum Verweilen. Wir kommen täglich auf einen Sprung auf einen Kaffee herein und um Neuigkeiten auszutauschen, auch wenn wir uns kein Buch anschaffen wollen, erzählt Laila Sankari noch weiter.

______________________________________

Wissenswertes für Bastler und Hobby Handwerker. BE A BETTER HEIMWERKER! www.yahoo.de/clever

Warum nicht einfach "das Heft von den Preisen" verreissen?

Eine Strophe aus einem Lied, das erstmals 1853 in einem Theaterstück von Johann Nestroy (1801 - 1862), in 'Theaterg'schichten durch Liebe, Intrige, Geld und Dummheit', vorgetragen wurde, und dessen Inhalt heute, im Jahre 2007, wiederum - oder muß man sagen: noch immer? - höchst aktuell ist

's ist ein Landwirt, dem d'r Ackerbau sein Element,
Von ein paar g'lehrte G'sellschaft'n ein Korrespondent;
Der lamentiert, sagt:
"Für andere plagt man sich nur,
Der Feldbau der tragt nichts, trotz aller Kultur."

Ein Müller, dem trotz allem Rädergeklapp
Sich herausstellt sein
Mehlbedarf immer zu knapp,
Der sagt: "Wenn ich ein Landwirt nur wär', bei meiner Seel',
Da stünd' es so traurig nicht mit Korn und mit Mehl." -

Ein Bäck'rmeister, der wegen Satzung und G'wicht,
Ein zweites Haus z' kaufen,
Sich nicht hinaussicht,
Der sagt: "Nur ein Müller sein, is jetzt ein G'schäft,
Der hat von die Preise in Händen das Heft." -

Jetzt wenn schon d' Landwirt, die Müller
und die Bäcker so über Mehlmangel klag'n,
Da kann man sich denk'n, was erst d' Brot-Esser sag'n.


16
Sep
2007

Wären die Wissenschaftler nicht auch imstande, ein geldloses, alle Menschen, die nützlichen, wie die Tagediebe oder gänzlich untalentierten, zufriedenstellendes Wirtschaftssystem sich auszudenken?

Ein nicht-klebender Kaugummi ist im Kommen!

(ein Beitrag aus der Spalte Zeitgemäßes der Zeitung Turun Sanomat vom 15.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Wer hätte nicht schon mal versucht, von seiner Schuhsohle einen kleistermäßig angehafteten Kaugummi zu entfernen? Bald dürfte solches schiere Erinnerung sein. Wissenschaftler haben den nicht-klebenden Kaugummi entwickelt.

Dieser Kaugummi soll sich angeblich sowohl von Schuhsohlen und Kleidern als auch vom Bürgersteig leicht entfernen lassen.

Der nicht-anhaftende Kaugummi wurde von der Universität Bristol entwickelt. Der Kaugummi Clean Gum soll im Laufe des nächsten Jahres in den Handel kommen.

13
Sep
2007

Wie schön wäre es, wenn die großen Rockbands endlich auch vom Geldabschaffen spielten

Led Zeppelin trat im November zu einem Konzert auf

(aus den Neuesten Nachrichten der Turun Sanomat vom 12.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Die zu den erfolgreichsten Rockbands zählende Gruppe Led Zeppelin gab im November 2007 in London ein Konzert. Ort des Konzerts war die 20'000 Menschen fassende 02 Arena. Das im Jahre 1980 aufgelöste Zeppelin-Quartett setzte sich aus dem Gitarristen Jimmy Page, dem Bassisten John Paul Jones, dem Solisten Robert Plant und dem Trommler John Bonham zusammen. Den Platz am Schlagzeug des verstorbenen John Bonham würde beim Konzert im November wahrscheinlich dessen Sohn Jason Bonham übernehmen. Um Led Zeppelin herum würde sich im November auch weiteres ereignen. Aus dem Werk der Band sollte ein Sampleralbum produziert werden.
__________________________________

12
Sep
2007

Ein Patent für die "Erfindung" eines Systems von Wirtschaften zum Überleben, aber auch zum Lebensgenusse der Massen in allen Ländern, das gänzlich ohne jegliche Zahlungsmittel auskommen soll, müßte wohl denn auch der gesamten Menschheit als solcher überschrieben sein, damit dasselbige einwandfrei, aber auch reibungslos funktionierte

Als die tatsächliche Kehrseite, nur als ein Beispiel davon, was historisch noch unaustariert, wenn auch heute im betroffenen Land mit einem Lächeln darüber hinweggegangen wird, hinter dem jüngsten alberich kleinlichen, aber großbatzig zuschlagenden Schnippchen einer Patentklage der US/kanadischen electronic solutions Co. InterDigital gegen Finnlands Nokia in Verbindung von angeblich 'geklauten' rechtlich-geschützten Kleinst-Teilen in deren 3G-Handy-Geräten im Raume steht, gibt es die in den Annalen Finnlands belegte Geschichte einer Erfinder-Begebenheit, aus der hervorgeht, daß Finnland zu Anfang des 20. Jahrhunderts vom amerikanischen FBI auf mysteriöse Art und Weise im Endeffekt um das rechtliche Patent eines finnischen Erfinders gebracht wurde, der sich offensichtlich nach dem 'Schwindel' nicht weiters auf die erlittene Mißhandlung hin gerührt hatte, womit der andern Partei signalisiert war, daß der 'Patentklau' quasi stillschweigend hingenommen wird.

Derzeit findet im Spionagemuseum von Finnland in der Stadt Tampere eine Ausstellung statt für Fesseln aller Art, die ausser aus Finnland selbst, auch aus allen moglichen anderen Ländern der Welt dort zusammengetragen worden sind - angefangen von Modellen von modernen Handschellen der verschiedenen Länder über deren noch erhaltene historische Modelle, z.B. von sogar durch langen Gebrauch durchgewetzten Fußeisen, oder die zu Idi Amins Zeiten in dessen schwer geknechteten afrikanischen Land im Gebrauch üblichen Ganzkörper-, Hand- und Fußeisen, die allesamt, einmalig in der Welt, mit nach innengerichteten Spikes ausgerüstet waren, bis hin zu den Handeisen des späten Mittelalters, mittels welchen ertappte Schandtäter an den öffentlichen Pranger angekettet waren, um so die Allgemeinheit an deren Züchtigung durch peinigende demütigende Straftiraden und Rutenschläge zur Abschreckung teilhaben zu lassen.

Bei all der Vielfalt der ausgestellten Eisenstücke und den Hintergründen zu deren Anwendung weiß man auf der Ausstellung in Finnland aber auch darauf hinzuweisen, daß es eigentlich einer der ihren, ein Finne, war, der zu Anfang des 20. Jahrhunderts das bis heute in allen Gefängnissen der Welt übliche Handschellenpaar-Einweg-Verschlußsystem erfand, bei welchem das Schloß sich in der Mitte des die beiden Teile des Handschellenpaars verbindenden Eisenglieds befindet, und bei welchem es somit dem damit gefesselten Gefangenen unmöglich ist, eventuell selbst den Schlüssel an seinen eigenen Fesseln anzuwenden.

Kurz nachdem die Erfindung in der Welt bekannt gemacht worden war, vor ungefähr 100 Jahren, trat das amerikanische FBI schnell handelnd als erste vor Ort auf, somit das FBI sodann auch gleichsam die erste Institution wurde, welche die neuartigen Handschellen in Gebrauch genommen hatte.

Die Bemühungen des Erfinders um seine Rechte am Patent seiner Erfindung blieben aber dann aus irgendwelchen weiter unerklärten Gründen damals auf halbem Wege beim Durchmarsch durch die Patentgerichte einfach stecken.

Den Rest der Geschichte kann man sich nur allzugut selber ausdenken.

Ist diese Geschichte den Unglückshähern und Halsabschneidern von InterDigital, die jetzt schon zum wiederholten Male in Sachen Patente um höchste Beträge gegen Nokia Finnland ruchlos ausholen, nicht bekannt? Daß eigentlich Amerika, vor allem wenn man alles im gesamten betrachtete, in wessen Schuld stünde, wenn nur die andere Partei, wir, in der Alten Welt also, die Dinge genauso eng sehen würden, wie sie da drüben selber, die da wie die lausigen Banausen, die Hobos und Tramps...

7
Sep
2007

Des weiteren muß dann erst mal ein Konsens her zwischen Aktivisten und Politikern, bevor es dazu kommen kann, das marktwirtschaftliche Handeln mit Geld gänzlich abzuschaffen

Bei Hausbesetzungen muß man eingreifen

(ein Beitrag aus der Spalte Kommentare und Meinungen der finnischen Zeitung Turun Sanomat vom 6.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Häuser zu besetzen liegt im Trend der Zeit. Auch in der Stadt Turku haben sich innerhalb eines Jahres einige Hausbesetzungen zugetragen. Sowohl Behörden als auch Beamte setzen sich routinemäßig, oft fast gleichgültig, damit auseinander. Das illegitime Vorgehen wird leger als ziviler Ungehorsam bezeichnet.

Als denn dennoch Hausbesetzer, die sich in der Östlichen Langen Strasse einquartiert hatten, von der Stadt anderntags einen Ausweisungsbescheid erhielten, zeigten sich die jungen Aktivisten überrascht. Das "Autonome Center fürs Soziale" der Jugendlichen, eine Art von kultureller Aktivität, unabhängig von Staat, Stadt und Marktwirtschaft, war erst gar nicht aus seinen Startlöchern gekommen.

Auf ungesetzliches Handeln hin muß in einem Rechtsstaat reagiert werden. Auch vor dem Erstellen einer Strafanzeige darf nicht zurückgeschreckt werden. Ansonsten droht die Grenze zwischen dem, was gesetzlich erlaubt, und dem, was vom Gesetz her verboten ist, zu verwischen.

6
Sep
2007

Was kann ich tun, um selbst mitzuhelfen, das Geld abgeschaffen zu bekommen

Erst geht es mal darum, die Idee als solche der Abschaffung des Geldes mehr und mehr Menschen schmackhaft zu machen

Was habe ich selbst bereits dafür getan, ausserdem, daß ich mir hier auf diesem Blog die Knöchel wund schreibe?

Des öfteren, wenn hier auf den Strassen unterwegs, und ich werde nach Beendigung meiner Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel dazu aufgefordert, für die Fahrt zu bezahlen, lasse ich, wenn es sich um ein annehmbares oder zugängliches Gegenüber handelt, folgenden Spruch vom Stapel, der dazu dienen soll, die Idee der Abschaffung des Geldes unter den Menschen weiter herumzureichen:

"Wenn es Ihm recht sei, werde ich Ihn hier für diesen Dienst, den er mir
eben anwachsen ließ, nichts in Geld bezahlen, aber nur, wenn es Ihm recht sei.
Nicht daß ich Ihn um seinen gerechten Lohn bringen wolle, nein, ganz im Gegenteil sogar! Er müsse denn auch folgendes verstehen: Ich gehöre nämlich einer neuartigen Organisation an, die mehr und mehr sogar weltweit im Kommen ist. Es ist eine Organisation, die sich 'Wir schaffen das Geld ab' nennt, und die es sich zum Ziel gemacht hat, wie ihr Name ja bereits sagt, letztendlich das Geld aus der Welt zu schaffen.
Nun, da es leider ja noch nicht so weit ist, kann noch kein Mitglied der Gruppe wirklich darauf bestehen, für irgendetwas, das man erstanden oder für einen Dienst, den man in Anspruch genommen hat, nicht zu bezahlen.
Aber ich kann Ihm immerhin im Rahmen der genannten Organisation das folgende Angebot machen: Sollte Er nun tatsächlich es von mir annehmen, nicht bezahlt zu werden für den an mir geleisteten Dienst, hat Er selbst dann automatisch das Privileg, der Organisation 'Wir schaffen das Geld ab' dazugerechnet zu werden, so daß Er dann auch seinerseits losgehen und, genau wie ich jetzt hier bei Ihm, einem Handelsmann oder Dienstleistenden seiner Wahl mit dem Angebot die Aufwartung machen kann, das Bezahlen unter den Menschen erstmals abzustellen, um so auf diesem Wege z.B. sein Bier umsonst zu bekommen, auf daß der Bierlieferant seinerseits wiederum seinen Schweinebauch z.B. umsonst kriegt u.s.w.....
Wenn Er jetzt aber seinen Lohngroschen noch ausbezahlt haben wolle, so solle Er ihn denn gleich auch haben."


Und zum Schluß bezahle ich natürlich den guten Mann anstandslos, und meine dann dazu nur noch so viel, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, daß das ganze - leider, leider - vorläufig nur erst mal ein Spaß wäre.

Und die Freude im Gesicht meines zu bezahlenden Gebenübers über meinen Spaß, den ich mir geleistet habe und den man selber nur allzugern ernst nehmen wollen könnte, ist noch immer eine größere gewesen als in meinem eigenen.

Will's irgendwer nicht glauben? Soll er oder sie es doch selber ausprobieren!

5
Sep
2007

Geld schafft sich nicht von alleine ab - ein bißchen muß man schon erst dafür tun, vor allem es ernsthaft wollen

Wenn das Kindlein schreit, die Mutter es stillt!
Du mußt dich melden, wenn du etwas haben willst.

Das Leben ist ein Feu'r, die Luft muß es erquicken;
sobald die Luft ihm fehlt, wird es in sich ersticken.

Auf Künft'ges rechne nicht, und zähl' nicht auf Versproch'nes;
klag um Verlor'nes nicht, und denk nicht an Zerbroch'nes.

Geld für Beleidigung ist niederer Gewinn,
sich Rächen edler Mut, Verzeihen hoher Sinn.

Wenn Freund zu Freunde kommt, stirbt des Verleumders Macht,
und alle Reden hat ein Blick zunicht gemacht.

Das Höchste ist die Gunst, womit der Himmel schaltet,
das Nächste ist die Kunst, womit der Gärtner waltet.

Sei dem gefällig, der an dir Gefallen trägt,
und frage dem nicht nach, der selbst nach dir nicht frägt.

Ein schlechter Jagdhund ist, der vorlaut bellend scheucht
das Wild, und atemlos dann hintendrein ihm keucht.

Der Pfeil ist gut geschnitzt, allein nicht zugespitzt;
mach erst die Spitze dran, und sag, ein Pfeil ist's jetzt.

Des Toren Herz und Geld sind nie recht einverständig;
du machst einander sie mit leichter Kunst abwendig.

Aus bittern Meeren zieht die Sonne süßes Wasser,
so zieh auch Liebe du aus Herzen deiner Hasser.

Wirfst du nach einem Hund, der hungrig ist, den Stein,
so springt er darauf zu, und denkt es sei ein Bein.

Nicht großes nur ist groß, nicht Kleines nur ist klein;
nicht die Gestalt ist es, nur der Gedank' allein.

Ein Gotteskasten ist des Armen leerer Bauch,
und wer ihn füllt, erfüllt den Willen Brahmans auch.

4
Sep
2007

"Laufend wird doch dem Menschen schon beigebracht, Sachen, an die man sich gewöhnt hat, aufzugeben"

Pekka Rahkasuo hat 44 Jahre am Steuer eines Gemischtwarenladen-Kleinlasters zugebracht

Die letzte Fahrt eines Ladens auf Rädern

(ein Bericht aus der Wirtschaftsspalte der südwestfinnischen Zeitung Turun Sanomat vom 1.9.2007, übersetzt aus dem Finnischen)

Es ist Donnerstag, am frühen Morgen um sieben Uhr. Auf dem Hinterhof der Kooperative des Orts Sale im Bezirk von Kyrö ein gewohnter Anblick: Geschäftsmann Pekka Rahkasuo verstaut Brot in seinen Laden-Wagen. Rahkasuo ist schon um fünf Uhr zur Arbeit zur Stelle, da um diese Zeit die Lastwagen von der Expresslinie die ersten Frachtgüter mit verkaufbarer Ware in den Hof einfahren werden.

Bald wird sich Rahkasuo mit seinem Ladengeschäfts-Brummi das letzte Mal auf Fahrt begeben, um für naheliegende Gemeinden Einkäufe auszufahren. Durchgestartet, und der Laden-Wagen fährt los, in Richtung der ersten Etappe, nach Rahkio.

Auf dem Kilometerzähler des 1987 aus der Fabrik angeschafften Kleinlasters sind bereits über eine Million zusammengekommen. Aber noch kein einziges Mal hat er seinen Chauffeur vorsätzlich, wenn unterwegs, im Stich gelassen, mal von den drei Malen abgesehen, da die Fahrt aufgrund von glitschigen Straßenverhältnissen in einem Graben beendet war.

- Aber dieser hier ist auch ein Mercedes, ereifert sich Rahkasuo, der als einziger je das Auto gefahren hat, zu erwähnen.

Die Fahrt geht auf Wegen des Kreises Kyrö dahin, und bald gelangen wir nach Rahkio, wo wir in den Hof der Familie Leino einbiegen. Bald auch öffnet sich schon die Haustür und Pertti Leino kommt hergelaufen, um seine Einkäufe zu tätigen.

In Rahkio gab es einen Dorfladen, der aber vor nicht ganz 10 Jahren eingestellt wurde. Seither waren die Leinos in dem Laden auf Rädern beim Einkaufen. Zweimal die Woche, und dies jede Woche.

- Freilich ist das bei unserer Lage immerhin eine überwältigend gute Sache gewesen. Und gerade das richtige für unsereiner Schlag von Finnen, der im Walde haust, entfährt es Pertti Leino mit einem Lacher, während er die Sachen, die er einkauft, in einen Korb schlichtet.

Auch Gevatter Martti gesellt sich dazu und verfolgt den Einkaufsvorgang. Da als ein Mann des Gesangs sowie als ein routinierter Ziehharmonikaspieler bekannt, schickt sich Vater Martti gleich auch an, etwas zu musizieren, begnügt sich zum Schluß aber dann damit, mit dem Rahkasuo zu quasseln.

- Wieder einmal kommen Sachen von Waren zusammen, als hätten's wir hier mit einem Hungersnotstand zu tun, bemerkt Pertti, derweil er seinen Einkauf macht. Er nimmt die Neuigkeit vom Einstellen des Ladengeschäfts-Wagens gelassen entgegen.

- Laufend wird doch dem Menschen schon beigebracht, Sachen, an die man sich gewöhnt hat, aufzugeben, kommentiert dazu Pertti.

Die edle Kunst des Verkaufens ist wichtig

Die Leinos bringen ihren Einkauf zum Abschluß, und das Ladengeschäftsgefährt kurvt bald anderen Kurven entlang, in die Richtung des Dorfes Ollila. Während der Fahrt erzählt Rahkasuo mit Begeisterung von ehemaliger Kundschaft. Er zeigt einen Zeitungsausschnitt her, auf dessen Bild Kike Elomaa [Miss Olympia 1981] zu sehen ist. Und laut Rahkasuo hatte auch Lola (Wallinkoski) [Miss Finnland 1996, heute eine Schauspielerin] schon in seinem Laden-Wagen eingekauft. Was wäre innerhalb von 44 Arbeitsjahren nicht schon alles erlebt worden?! Häuser und Menschen sind bestens in den großräumigen Speicherräumen der Verschläge des Gedächtnisses abgelegt.

- Diese Arbeit hat den Vorteil, daß man bei ihr dazu kommt, mit den Leuten einen Plausch zu halten. Noch vor Jahren kochten karelische Mütterchen für einen sogar Kaffee, und boten Butterbrote an, schwelgt Rahkasuo in seinen Erinnerungen.

Heute sind diese Zeiten vorbei. Das flache Land entvölkert sich, und immer mehr und mehr Menschen, die dort leben, gehen irgendwoanders einer Arbeit nach und erledigen auf demselben Weg ihre Einkäufe. Außerdem ruhten viele der alten Kunden mittlerweile unterm Humus. Rahkasuo berichtet denn auch, daß der Umschlag im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren abgenommen hat.

- Heutzutage hat man einen Verkaufsumsatz und ein Geschäftsergebnis aufzubringen, setzt er hierzu drauf.

- Dieses hier ist auf eine Art eine zum Aussterben verurteilte Branche, insofern, als daß, wenn man es nicht versucht, seine Waren anzupreisen, der Umsatz um die Hälfte geringer ausfällt.

Aber Rahkasuo versteht sich natürlich auf die edle Kunst des Verkaufens. Er muß die Einkaufslisten der Kundschaft nicht einmal überfliegen, denn Rahkasuo weiß genau, welche Milch und welche anderen Dinge der einzelne Kunde wünscht.

Nostalgie liegt in der Luft

Die Gefriertruhe wird während des Morgens recht schnell leer, und inbesondere auch die Eiskrem läßt sich selbst bei kühlem Wetter sehr gut absetzen. Wenn man die Pinguin-Eistüten sieht, kommen einem die sonnigen Sommer aus der Kindheit und das gespannte Zuwarten auf das rollende Geschäft zuhause bei Großmuttern auf dem sandigen Weg draußen in den Sinn. Wann immer dann das Gefährt in den Weg gebogen kam, war die Freude eine große, und erst recht am Schmunzeln war man, bekam man eine der berühmt-berüchtigten Pinguin-Tüten in die Hand gesteckt.

Etwas Nostalgisches hat auch diese letzte Fahrt des Laden-Wagens an sich. Die Kunden wünschen dem Händler gute Rentnertage, während sie ihre letzten Einkäufe tätigen. Es ist zu beobachten, daß viele das Eingestelltwerden des Ladens auf Rädern hart ankommt. Auch im vierten Haus, dem wir aufwarten, bedauert eine Toimi Kivelä das Ende des Wagen-Geschäfts. Sie hat sich auf die Zukunft eingestellt, indem sie sich ein Kleinmotorrad anschaffte, auf dem sie nach Sale ins Kirchdorf zum Einkaufen kommt.

Als wir uns vom Hof der Kivelä entfernen, ist es bereits halb zehn Uhr. Rahkasuo setzt seine Tagesrundfahrt noch einige Stunden fort. Hernach wird der Wagen auf den Park hinter Sale gefahren, und dort wird er bleiben und auf eine nächste Verwendungsmöglichkeit für ihn warten.

- Eigentlich bekäme man einen ganz guten Camper-Wagen hin aus dem Gefährt, trägt Rahkasuo sich mit Plänen.

Das rollende Ladengeschäft kratzt die Kurven zum nächsten Etappenpunkt und zuletzt dann schließlich richtung Tervasjoki. Auch auf den 63-jährigen Rahkasuo werden bald die Rentnertage warten. Kaum jedoch wird es ein derart geschäftiger Mann fertigbringen, lange an einem Platz kleben zu bleiben, wie innerhalb der Kundschaft laut nachgedacht wird.

Marianne Tikka
against enslaving

Eine Welt so ganz ohne Geld

"Benefits Supervisor Awakening" für Menschen, die durch und durch Mensch sind und nicht mehr länger ums Goldene Kalb herumtanzen wollen

mit vielen Überraschungs-Effekten:

interessante Links an Stellen, wo keiner sie vermutet

Bayern3 Radio hören

Melden auch Sie sich zum Thema zu Wort, lieber Leser!

Du bist nicht angemeldet.

Abbild von natürlicher Unbeschwertheit?

Tamilische-Kultur

Gern gelesene Beiträge dieses elektronischen Magazins

Kisah Sex Nyata | Cerita...
Cerita Dewasa, Cerita Sex, Cerita Mesum, Cerita Bokep,...
Cerita Dewasa (Gast) - 21. Okt, 16:19
Very nice blog, it contains...
Very nice blog, it contains lot of informations. Articles...
Cerita Sex (Gast) - 14. Okt, 15:17
Prediksi Togel | Bocoran...
Prediksi Togel Hari Ini | Keluaran Angka Jitu | Ramalan...
Togel Hari Ini (Gast) - 14. Okt, 15:13
Seine Pappenheimer kennenlernen,...
Hier der Link zur Geschichte von Pentti Haanpää https://libidopter.twoday.n et/stories/5533136/ Geste rn...
libidopter - 3. Okt, 13:26
Sternschnuppen verwirrter...
Vorgeschichte zum Artikel: Im Frühsommer 1975 war...
libidopter - 3. Okt, 13:07
Anneli Auer IS FREE FINALLY...
In the Finnish murder case of Anneli Auer who is suspected...
libidopter - 1. Sep, 22:30
Founder and abbot of...
Dr Choje Akong Rinpoche, the founder and abbot of the...
libidopter - 9. Okt, 17:26
Most tragically misinterpteted...
"This is a story that recently unfolded: While meeting...
libidopter - 17. Sep, 17:28

Musikalisches


Amy Martin
Day of Reckoning

Pekka Pohjola von der finnischen Jazz-Rock-Band Wigwam, verst. im Nov. 2008
Pressure

Wird das arme Sparschweinchen schon irgendwo auf der Welt in seine wohlverdiente Freiheit entlassen?

Suche

 

* * *

"Nachrichten allein bedeuten gar nichts. Man braucht Autoren, die sie deuten können." — Helmut Schmidt

Wie lange sind wir schon mit dabei?

Online seit 7001 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Okt, 16:19

Immer mehr sind fürs Geldabschaffen!

Ein Paradies auf Erden kann es geben

aber nur wenn es das Geld nicht mehr gibt. Packen wir's an, es wegzupacken!

development